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              Die Fellpflege des Schipperke

 

                                                                                                                           Dr. Robert Pollet                                                                

 

   Die Fellpflege des Schipperke ist denkbar einfach. Das Haarkleid ist beim gesunden Schipperke immer schön und braucht eigentlich nahezu keine eigentliche Plege, ausser beim Haarwechsel im Frühjahr und Herbst. Einfaches Bürsten und Kämmen ist ausreichend. Extremes Toilettieren (z. B. für die Ausstellungsvorbereitung), Trimmen (das Formen des Haarkleides, wofür Fachkenntnis notwendig ist), Frisieren, oder was auch immer, wie bei kleinen Gesellschafts- oder Luxushunden, ist beim Schipperke ganz unnötig.

 

   Frühzeitiges Bekanntmachen des Junghundes mit Kamm und Bürste ist erforderlich. Für das Kämmen genügt ein ordentlicher, normaler Kamm (oder ein Metallkam der sich eignet zum Entfernen loser Haare oder auseinandersetzen der Haarknoten). Hierbei bitte aufpassen für Verletzungen der Haut. Den Kamm stets in Richtung der Haarlage streichen.

 

   Nach dem eigentlichen Kämmen kann man das Haar noch glätten oder glatt streichen. Dafür eignet sich eine Bürste mit steifen Haaren (eventuell eine Drahtbürste mit Borsten aus sehr feinem Stahldraht) oder ein Hundestriegel (eine Handschuhbürste) mit Gumminoppen, die beiden speziell für Hunde im Spezialhandel käuflich sind.

 

   Der Schipperke bürstet man in Richtung der Haare (vom Kopf Richtung Hinterhand) oder man striegelt abwechselnd mit dem sowie gegen den Strich. Hierdurch werden die tote Haare und den Schmutz entfernt. Durch Bürsten pflegt man auch den Kragen (längeres, abstehendes Haar um den Hals), die Mähne (längeres Haar am oberen Teil des Halses bis zum Widerrist und selbst bis zu den Schultern) und die Hosen (längere Behaarung an den Rückseiten der Oberschenkel), die sehr charakteristisch sind und typisch für die äussere Erscheining oder die Silhouette der Rasse.

 

   Durch die Kombination Kämmen/Bürsten werden nicht nur die tote Haare und die lose Unterwolle entfernt, aber es ist auch eine Art Massage, wodurch die Hautdurchblutung stimuliert wird.

 

   Wie höher schon erwähnt, muss das Fell des Schipperke gar nicht gemäss einem Trimmschema in Form (die richtige Silhouette) gebracht oder modelliert werden. Eine einfache und regelmässige Pflege (Kämmen und Bürtsten) genügt um das Fell in einer optimalen Kondition zu halten.

 

   Baden (Waschen) ist nur selten nötig. Je seltener, desto besser. Gesunde Schipperkes haben keinen Hundegeruch und müssen normal nicht gebadet werden. Durch das Baden wird das Fell weich, matt und selbst etwas wellig. Durch Seife wird die natürliche Befettung der Haare beseitigt, nämlich die dünne wasserabstossende Schutzschicht wodurch der Hund schnell wieder trocken ist nach z. B. einem Regenschauer.

 

   Einen Schipperke darf man also nur waschen wenn er sich sehr beschmutzt hat, z. B. sich im stinkenden Dreck gawälzt hat und nicht mehr so ins Haus gelassen werden kann. Diese Körperteile müssen dann gewaschen werden die dreckig oder schmutzig sind. Dafür darf man kein Shampoo für das menschliche Haar verwenden, aber nur ein spezielles Hundeshampoo, das durch einen niedrigeren pH-Wert (Säuregrad) weniger aggressiv wirkt. Nach dem Waschen muss der Hund gründlich gespült werden.

 

   Es ist zu empfehlen, wenn der Schipperke im Meer (Salzwasser) gebadet hat, um das Fell ab zu spülen mit normalem Wasser (Süsswasser) unter dem Wasserstrahl/Duschekopf, z. B. mit einem Sprüher oder Duscharm.