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Rassestandard des Schipperke, kurze Zusammenfassung

 

                                                                                                   Dr. R. Pollet

                                                                           Mitglied der belgischen Standardkommission

 

Diese gekürzte Fassung des Rassestandards 2010 sollte man am besten lesen zusammen mit dem ungekürzten Standard (siehe diese Website); diese Zusammenfassung kann man auffassen als empfohlene oder selbst verpflichtete Lektüre für viel beschäftigte Gruppen- oder Allgemeinrichter

                                                                                                                                            

Allgemeines Erscheiningsbild: es kann nicht genug betont werden dass der Schipperke kein belgischer Schäferhund in Miniatur (in kleinem Format) ist. Seine anatomische Struktur ist ja ziemlich verschieden. Der Schipperke is ein Kleinhund, aber robust und kräftig gebaut. Seine Silhouette ist einzigartig und sehr charakterisch für die Rasse.  

 

Gewicht: 3 bis 9 kg. Ein mittleres Gewicht von 4 bis7 kg wird nachgestrebt.

 

Mittelgrösse (Widerristhöhe) (ist nicht im Standard erwähnt): 32,5 cm.

 

Haarkleid: üppiges, gerades Deckhaar, von ziemlich harter Textur; längeres und abstehendes Haar um den Hals (der Kragen); auch längereres Haar am oberen Teil des Halses bis zum Widerrist (die Mähne), an der Kehle und der Vorderbrust (die Brustkrause). Längere Behaarung (nach innen gerichtet) an den Rückseiten der Oberschenkel (die Hosen). Dichte Unterwolle.

 

Fellfarbe: einfarbig schwarz, ohne andersfarbige Haare.

Kopf: nicht fuchsähnlich (vulpoid), aber wolfsartig (lupoid). Im Vergleich mit anderen Schäferhunden ist der Schädel verhältnismässig breiter und nicht so flach. Der Stop (Stirnabsatz) ist mehr betont als bei anderen Schäferhunden. Ohren fest aufrechtstehend, dreieckig und möglichst klein. Augen klein und dunkelbraun.

 

Gebiss: Scherengebiss; Zangengebiss toleriert; zwei Prämolaren 1 (2 P1) oder ein Prämolar 2 (1 P2) dürfen fehlen ohne Bestrafung.

 

Hals: kräftig und scheint sehr voluminös durch das dicke Fell des Kragens.

 

Knochenbau der Gliedmassen: eher fein.

 

Vordergliedmassen: gute, normale Schulterwinkelung; Vordermittelfüsse höchstens sehr leicht schräg gestellt.

 

Hintergliedmassen: gut unter dem Körper stehend; gute, normale Winkelung der Knie- und Sprunggelenke.

 

Körper (Rumpf): quadratisch (in einem Quadrat einschreibbar); kompakt, kräftig, aber nicht plump; Brust verhältnismässig breiter, also voluminöser als bei belgischen oder anderen Schäferhunden.

 

Oberlinie: Widerrist sehr betont (auch durch die Mähne); Rücken und Lende sehr fest; Kruppe horizontaal und nach hinten schön abgerundet.

 

Unterlinie: gut tief; der Bauch mässig aufgezogen.

 

Rute: völlig schwanzlos, unvollständige oder natürliche Rute; natürliche Rute in Ruhestellung vorzugsweise herabhängend, in der Bewegung vorzugsweise nicht höher als die Rückenlinie; eine eingerollte oder über dem Rücken gebogene Rute wird akzeptiert; Behaarung der Rute gleich lang als am Körper.

 

Gangwerk: der Trab ist sehr energisch, bei gutem Nachschub; die Gliedmassen bewegen sich sehr schnell und mit normaler Schrittweite.

 

Temperament: der Schipperke ist sebstbewusst, lerngierig und von unbändiger Vitalität. Er ist unermüdlich und äusserst neugierig, ein echter ‘Schnüffler’.